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Kindertageszentrum

Das KinderTageszentrum in Laim – ein Modell mit Zukunft

Kinderbetreuung der besonderen Art

In der Veit-Stoß-Straße 98, im Münchner Stadtteil Laim, steht ein schmuckes, altes Einfamilienhaus mitten in einem gepflegten Garten. Die vier großen schwarzen Buchstaben KITZ auf der gelben Hauswand stehen für „KinderTageszentrum Laim“. Im Sommer 1997 wurde es als erstes seiner Art in der bayerischen Landeshauptstadt vom KinderschutzBund München gegründet.

Soziale Kompetenzen lernen

Das KITZ vereinigt Kinderkrippe, Kindergarten und Hort unter einem Dach. Gabriele Reisenwedel, Leiterin des KITZ, und ihre MitarbeiterInnen betreuen insgesamt 30 Kinder im Alter von ein bis zehn Jahren in zwei Gruppen. Das Besondere: Die Gruppen sind altersgemischt. Dadurch lernen die Kleinen von den Großen und die Großen müssen Verantwortung übernehmen. Auf diese Weise schulen die Kinder automatisch das Miteinander. So wird schon früh der Grundstein für soziale Kompetenz gelegt, die im Erwachsenenalter wichtig ist. Gleichzeitig werden alle Mädchen und Jungen individuell in ihren Fähigkeiten und Besonderheiten gestärkt und gefördert.

Essen festigt die Gemeinschaft

Das Leben im KITZ läuft in strukturierten Bahnen. Ab sieben Uhr morgens kommen die ersten Besucher. Schulkinder frühstücken und gehen danach in den Unterricht, die übrigen Mädchen und Jungen essen um neun Uhr zusammen. Dabei sitzen alle gemeinsam am Tisch und berichten, was sie am vorhergehenden Abend oder auf dem Weg ins KITZ erlebt haben und was sonst noch erzählenswert ist. Das Frühstück ist ein wichtiges, verbindendes Ritual – genauso wie die anderen Mahlzeiten. Dreimal am Tag versammeln sich Kinder und ErzieherInnen am Tisch: morgens, mittags und abends. Durch gemeinsames Essen, Trinken und Erzählen soll der Zusammenhalt gestärkt werden.

Alles ist Bio

Neben dem gemeinschaftlichen Aspekt des Essens wird im KITZ auf die Qualität der Nahrung besonderen Wert gelegt: Alles ist Bio. Das Tollwood-Projekt „Bio für Kinder“ bewährt sich auch im KITZ. Es unterstützt Münchner Kindergärten und Schulen, die Verpflegung der Kinder auf biologische Nahrung umzustellen. Die Fritz-Mühlen-Bäckerei spendet Brot, die Sponsoren Eberhard, Raith & Partner GmbH und X-Leasing GmbH leisten finanzielle Unterstützung. In der Küche des KITZ schwitzen die MitarbarbeiterInnen, damit das gesunde Essen auch lecker schmeckt. Die Küche des KITZ – so sagt Gabriele Reisenwedel mit einem Augenzwinkern – sei die eines Slowfood-Restaurants.

Spielen und Lernen, Basteln, Zuhören, Schlafen

Zwischen den gesunden und leckeren Essenspausen findet das Tagesgeschäft statt: Spielen und spielend Lernen, Basteln, Zuhören und Schlafen. So können beim täglichen Morgenkreis die Jungen und Mädchen ihr Lieblingsspielzeug vorstellen und schulen gleichzeitig ihre sprachlichen Fähigkeiten. Ansonsten beschäftigen sich die Kinder über längere Zeit mit bestimmten Themenschwerpunkten, zum Beispiel Tiere, die sie vorher gemeinsam festgelegt haben. In der Bastelecke unterstützen qualifizierte ErzieherInnen beim Kleben und Bemalen einer Maske, in der Kuschelecke lauschen die Kinder den VorleserInnen. Besonders beliebt sind lange Bücher, wie „Das Sams“ oder „Jim Knopf“. Einmal die Woche liegt der Schwerpunkt auf Musik. Die Kinder lernen neue Instrumente kennen und bekommen Gelegenheit, sich mit ihnen zu beschäftigen.

Spaß bei Projekten und Veranstaltungen

Besonders gern engagieren sich die Jungen und Mädchen in Projekten. So dürfen die Kinder zum Beispiel ihr eigenes ABC-Buch gestalten – mit Papier, Stift, Pappe und sonstigen geeigneten Materialien. Oder sie inszenieren kleine Theaterstücke, wie etwa ein Märchen für das Sommerfest. Neben der Schauspielerei kümmern sich die Kinder auch um Maske und Bühnenbild. Die BetreuerInnen gehen mit ihren Schützlingen auch ins Museum, zu Ausstellungen oder in für Kinder geeignete Theatervorstellungen.

Das KITZ – Vertrauen und Geborgenheit

Das KITZ ist ein Ort, an dem sich Kinder spielerisch Wissen und Können aneignen und den sozialen Umgang mit anderen lernen. Es gibt Geborgenheit und entwickelt sich zu einem vertrauten Ort, an dem Kinder über Jahre hinweg Gewohnheiten und Rituale lernen. Dadurch haben die Mädchen und Jungen die Chance, sich zu selbstsicheren Menschen zu entwickeln. (ki)